Originaltitel: “Sex Lives of Cannibals”
Sprache: deutsch
Autor: J. Maarten Troost
ISBN-10: 3426778688
ISBN-13: 978-3426778685
Erscheinungsdatum: November 2006
Preis: 8,95 €
Seitenanzahl: 351
Genre: Reisen

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Beschreibung (Amazon):
Wie die meisten von uns, hegte auch Maarten Troost Wunschträume von der paradiesischen Insel. Die Insel hat er gefunden, das Paradies eher nicht – zumal das umgebende Meer als das größte Klo der Welt genutzt wird und auch noch hinter der letzten Palme La Macarena erschallt. Und doch würden der blauäugige Maarten und seine eher geradeaus denkende Freundin Sylvia nirgendwo leben wollen als auf ihrer Insel, denn trotz aller Missgeschicke ist es wunderbar – am Ende der Welt.
Meine Meinung:
Gespalten. Ich hab das Buch beim einkaufen auf einem Mängelexemplar-Wühltisch gefunden. Ich kann an diesen Wühltischen einfach nicht vorbeigehen. Auch wenn da meist nur Kram draufliegt, ich muss so lange darin herumwühlen, bis ich etwas – irgendetwas auch nur annähernd interessantes gefunden habe. Der Klappentext klang soweit auch ganz nett, also habe ich es mitgenommen und kurz darauf neugierig angefangen zu lesen.
Aber was soll ich sagen? Es ist sicherlich humorvoll geschrieben, aber teilweise auch einfach nur langatmig. Der Autor erschlägt einen quasi mit Fakten (OK, ob es tatsächlich Fakten sind, habe ich nicht nachgeprüft, habe nur die Insel „ergoogelt“). Nachdem er in Fahrt gekommen ist (die ersten Seiten lesen sich sehr zäh), erzählt er einem vieles – aber man vergisst auch einfach vieles Dank zu viel Information. Wobei ich nicht ausschließen möchte dass das auch an einer gewissen, sehr ausgesprägten Schwangerschaftsdemenz meinerseits liegen kann.. Oh weh ![]()
Sicherlich muss man für dieses Buch – für diesen Autor – auch einen gewissen Sinn für Humor mitbringen und darf bei gewissen Worten nicht empört aufschreien, besonders wenn er von im Meer herumschwimmender Scheiße erzählt. Aber so ist das Leben auf Kiribati: Völlig anders als wir es hier gewohnt sind. Es gibt kein Telefon, kein Internet, keine Toiletten(spülung), Süßwasser ist sehr knapp, das Bier sowieso (was für die männliche Bevölkerung natürlich furchtbar ist!), die Sitten und Ansichten sind auch völlig anders als wir es kennen, und schweinisch heiß ist es noch dazu.
An manchen Stellen liest sich das Buch für meinen Geschmack zu zäh, aber man möchte doch gerne wissen, wie es mit dem Autoren und seiner Frau Sylvia auf der Insel weitergeht. Zumal er ein Händchen (Füßchen?) dafür hat, in jedes Fettnäpfchen zu steigen, das sich ihm nur anbietet.
Fazit: ![]()
Dieses Buch wird sehr locker und mit viel Humor erzählt. Dementsprechend viel Sinn für Humor sollte der Leser dieses Buches haben. Man darf auf jeden Fall keinen reinen, informativen Reisebericht erwarten (zumal ich bezweifle, dass es tatsächlich Menschen gibt, die ins abgelegene Kiribati reisen möchten). In welches Genre dieses Buch tatsächlich zu stecken ist, darüber bin ich mir mehr als unschlüssig, also belasse ich es bei „Reisen“ ![]()
Dieses Buch kann man auch immer und überall lesen, ob man es nun im Sommer am Strand liest (und man heilfroh ist dass man an einem weitaus besser entwickelten Strand liegt, an dem die Menschen [hoffentlich] nicht ins Meer kacken) oder ob man es im Winter, dick in seine Lieblingsdecke eingewickelt und auf der Couch liegend, liest, ist eigentlich recht egal. Es passt immer und überall. Es ist eines der doch wenigen Bücher, bei denen man sich nicht wünscht dass man in die Geschichte eintauchen könnte, das jedenfalls kann ich garantieren





